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Bildkalender für 2016: Fachwerk in Schlangen anno dazumal – Schlänger Geschichte
Bildkalender für 2016: Fachwerk in Schlangen anno dazumal Reviewed by Klaus-Peter Semler on . Die sechste Ausgabe des Schlänger „Anno-dazumal-Bildkalenders“ ist erschienen, zusammengestellt und herausgegeben wurde er von Heinz Wiemann. Wandkalender mit A sfsdfsdfsdf Die sechste Ausgabe des Schlänger „Anno-dazumal-Bildkalenders“ ist erschienen, zusammengestellt und herausgegeben wurde er von Heinz Wiemann. Wandkalender mit A Rating: 0

Bildkalender für 2016: Fachwerk in Schlangen anno dazumal

Die sechste Ausgabe des Schlänger „Anno-dazumal-Bildkalenders“ ist erschienen, zusammengestellt und herausgegeben wurde er von Heinz Wiemann. Wandkalender mit Abbildungen zur Ortsgeschichte gibt es in großer Zahl. Nach Auskunft des Verlages werden relativ selten Kalender herausgegeben, die sich mit ihren Darstellungen jeweils einem speziellen Thema der örtlichen Historie zuwenden und dazu noch mit weitaus mehr als zwölf Monatsbildern. Das Thema für das Jahr 2016 lautet „Fachwerk anno dazumal in Schlangen“ und erinnert eindrucksvoll an malerische Gebäude, die das Ortsbild einst geprägt haben.

Abb. Nr. 1: Die sechste Ausgabe des Schlänger „Anno-dazumal-Kalenders“ mit dem 1965 von H. Wiemann fotografierten Fachwerkhaus Lüning mitten im Dorf. Das Gebäude wurde 1969 abgebrochen.

Die sechste Ausgabe des Schlänger „Anno-dazumal-Kalenders“ mit dem 1965 von H. Wiemann fotografierten Fachwerkhaus Lüning mitten im Dorf. Das Gebäude wurde 1969 abgebrochen.

In besonderer Weise ortsbildprägend war der Vierständerbau des jahrhundertealten Hofes Lüning mitten im Dorf. So erscheint das 1969 abgebrochene Fachwerkhaus dann auch als farbenfrohes Titelbild der Publikation. Der Jahreszeit angemessen handelt es sich bei den Januar-, November- und Dezemberaufnahmen um historische Winterbilder. Das als Schafstall bezeichnete Wohnhaus Stolle in Kohlstädt (1962 abgebrochen) weckt Erinnerungen an die Straßenbahn, die so dicht am Haus vorbeifuhr, dass das Geschirr auf dem Küchentisch rappelte. Blickfang vieler Fachwerkhäuser waren die mit Schnitzwerk ausgestatteten Torbögen. Zwei davon sind im Kalender zu sehen. Die Torbögen gaben dem jeweiligen Haus seine „persönliche Note“. „Blif buten, edder ick smett di up de snuten.“ Eine nicht gerade einladende Inschrift dieser Art war in Schlangen nicht zu entdecken. Kalenderblätter weisen auch auf besondere Fachwerkgebäude hin, auf einen Speicher beispielsweise, auf das 1978 zum Freilichtmuseum „gewanderte“ Kohlstädter Spritzenhaus und auf Fachwerk, das hinter einer Verblendung verborgen wurde.

Der 1904 abgebrannte Gasthof Poppe mit seinem Saal-Obergeschoss erscheint auch im Bild. Wurde im Saal getanzt, musste in der Gaststube darunter die Decke mit einem Pömpel abgestützt werden. Die Statik war dem Temperament der Schlänger nicht hinreichend gewachsen. Immer wieder erwachen beim Blättern Geschichte und Geschichten zu neuem Leben.

Zur Historie des dörflichen Handwerks und Handels gehören auch Fachwerkhäuser. Das Oktoberblatt zeigt als Beispiele das Schuhgeschäft Fischer (heute Dreier) und die Metzgerei Schröder mit ihren „bescheiden“ Schaufenstern zwischen altem Fachwerk.

Das „Herrschaftliche Wohnhaus“ in Oesterholz, Teil der ehemaligen Schlossanlage und seit 1929 Seniorenwohnheim nimmt eine Sonderstellung ein – nicht nur im Hinblick auf die Größe. Von den jetzigen schwarz-weißen Außenwänden kann nicht die Rede sein. Rot ist die vorherrschende Farbe. Zwei bisher der Forschung unbekannt gebliebene bildliche Darstellungen, geschaffen von dem Lithographen und Maler Otto Binz, zeigen das Gebäude aus dem Jahr 1599 in seiner ursprünglichen Farbigkeit. Die mit Backsteinen ausgemauerten Gefache sind mit Kalkputz geglättet und dann mit roter Kalkschlämme versehen worden. Weiß aufgemalte Fugen trugen zur Ornamentierung bei. Mit der Veröffentlichung eines der beiden baugeschichtlich wertvollen Bilder im Kalender wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal das „historische Gesicht“ des stattlichen Gebäudes vor Augen geführt. Seinen hellen Zementmörtel-Außenputz (drei Teile Kiessand, ein Teil Zement) hat das Gebäude 1929 erhalten – durch Maurermeister Voß aus Schlangen.

Der Heimatkalender, dessen Auflage von Jahr zu Jahr gestiegen ist, wird in besonders großer Zahl ehemaligen Schlängern im In- und Ausland zugeschickt. Von dem Bildkalender „Straßen in Schlangen anno dazumal“ ist bekannt, dass er Empfänger in den USA, in Kanada, Australien, Polen, Italien, Spanien und Finnland erreicht hat. Viele Kalenderfreunde sammeln die jährlich erscheinenden Publikationen. Um insbesondere Sammlerwünschen zu entsprechen, hat der Herausgeber Nachrucke in Auftrag gegeben. Sie sind – wie auch die neuen Kalender – im „Fundgrübchen“ (Ortsmitte 8) und im „Tante-Emma-Mobil“ erhältlich. Der gesamte Verkaufserlös wird dazu beitragen, die Schlänger Geschichtsschreibung zu fördern.

Wie in jedem Jahr hat der Fotodesigner Ansgar Hoffmann bei der Lösung technischer Fragen geholfen.

Besonders dankbar ist Heinz Wiemann zwei Damen, die den Verkauf der Anno-dazumal-Kalender übernommen haben, ohne daran zu verdienen: Iris Koch („Fundgrübchen“) und Nadine Richts („Tante-Emma-Mobil“). Zur Finanzierung des dritten Bandes der „Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck“ ist ein hoher Geldbetrag erforderlich. Iris Koch, Nadine Richts und Ansgar Hoffmann sind am Gelingen des Projektes stark interessiert und arbeiten an der Kalendersache mit.

Abb. Nr. 2: Nadine Richts und Iris Koch setzen sich für den Verkauf des Bildkalenders „Fach-werk anno dazumal in Schlangen“ ein. Im Hintergrund das einst „Herrschaftliche Wohnhaus“. Das August-Bild des Kalenders zeigt das stattliche Gebäude in seiner ursprünglichen Farbigkeit. Foto: A. Hoffmann, 2015

Nadine Richts und Iris Koch setzen sich für den Verkauf des Bildkalenders „Fachwerk anno dazumal in Schlangen“ ein. Im Hintergrund das einst „Herrschaftliche Wohnhaus“. Das August-Bild des Kalenders zeigt das stattliche Gebäude in seiner ursprünglichen Farbigkeit.
Foto: A. Hoffmann, 2015

(Publiziert am 8. Dezember 2015)

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