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Publikationen, in denen es teilweise um die Schlänger Geschichte geht – Schlänger Geschichte

Publikationen, in denen es teilweise um die Schlänger Geschichte geht

Natur entdecken ScreenshotAnnette Fischer: Natur entdecken / Streifzüge zwischen Eggegebirge, Weser, Sauerland und Senne, 271 Seiten, über 400 farbige, teils großformatige Landschafts- und Naturfotografien. Bonifatius Verlag Paderborn 2016, ISBN 978-3-89710-639-0.

Lichte Buchenbestände, in denen zeitig im Jahr die Frühblüher ihre Teppiche ausbreiten, und Orchideenwiesen, die mit sommerlicher Farbenpracht und überraschender Artenfülle beeindrucken; schroffe Felsen, deren Geheimnisse sich oft erst auf den zweiten Blick offenbaren, und einiges mehr: Verborgene Schönheiten entdecken und Bekanntes, auch Alltägliches im wahrsten Sinne des Wortes in einem neuen Licht sehen – darum geht es Annette Fischer, die als Fotografin Natur und Landschaft zwischen Weser und Diemel, Alme, Lippe und Ems erkundet. „Man sieht nur, was man weiß“ ist ihr Motto, wenn sie den landschaftlichen Eigenarten der Region nachspürt, um in lebendigen und informativen Texten die vielfältigen Facetten der Region vorzustellen. Auf ihren Steifzügen bezieht Annette Fischer nicht zuletzt die vielgestaltige Umgebung ihrer Heimatgemeinde Schlangen ein, deren Landschaft gleichermaßen von der Senne und der Paderborner Hochfläche geprägt ist.

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Gisbert Strotdrees: Tatort Dorf / Historische Kriminalfälle vom Land, 180 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Landwirtschaftsverlag Münster 2014, ISBN 978-3-7843-5324-1, Seiten 76 bis 79: Kriminell an der Grenze / Schlangen in Lippe,
1833 / Schmuggler, Wilddiebe und „Hudefrevler“.

Der Autor schildert rund 30 Kriminalfälle und wirft dabei einen Blick „auf die dunkle Seite des Landlebens“. Schlangen dient ihm als Beispiel für grenzlagebedingte Verstöße. Als Grundlage konnte er u. a. die im 1. Band der „Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck“ veröffentlichte Abhandlung von Annette Hennigs „Schlangen – das Dorf an der Grenze“ nutzen.

 

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A. Halle, H. Pilzer, J. Hiller von Gaertringen, J. Eberhardt (Hg.): Das historische Erbe in der Region / Festschrift für Detlev Hellfaier, 350 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Aisthesis Verlag Bielefeld 2013, ISBN 978-3-89528-880-7, Seiten 221 bis 225: Michael Zelle: Klein aber oho! / Zu einem Porfido Serpentino Verde-Fragment aus Oesterholz im Kreis Lippe.

Dr. Michael Zelle, Direktor des Lippischen Landesmuseums, beschäftigt sich mit einem kleinen Stück Buntmarmor Porfido Serpentino Verde, auch „Grüner Porphyr“ genannt. Dieser Marmor wurde in der Antike auf der griechischen Peleponnes bei Sparta gebrochen. Das Fragment, völlig unerwartet auf dem Finkenkrug-Gelände gefunden, von der Größe einer 2-Euro-Münze und 0,8 cm dick, weist Bearbeitungsspuren auf. Wie kommt ein Stück antiken Buntmarmors nach Oesterholz in den lippischen Süden? Der Versuch, die Frage zu beantworten, führt zu aufschlussreichen Lösungsmöglichkeiten und zu der Schlussfolgerung: „Der Fund bleibt bislang ein weiterer ungeklärter Baustein, der nur in Verbindung mit den übrigen Funden den Charakter des mittelalterlichen Oesterholz zu ergründen helfen kann. Dazu bedarf es vor allem weiterer archäologischer und historischer Forschungen.“

Stoewer Lippische OrtsgeschichteHerbert Stöwer: Lippische Ortsgeschichte / Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold / Mit Fotografien von Annette Fischer, 600 Seiten, rund 1.000 aktuelle Fotografien und zahlreiche weitere Abbildungen, Lippische Studien/Band 23, Merkur-Druck Detmold 2008, ISBN 13-978-3-936225-23-5, Seiten 552 bis 579: Gemeinde Schlangen.

Der ehemalige Kreis Detmold ist seit 1973 Teil des neu geschaffenen Kreises Lippe. Zum Kreis Detmold gehörten 1970 insgesamt 95 politisch selbstständige Städte und Gemeinden. Das Handbuch gibt einen umfassenden Überblick ihrer Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte, ihren historischen Besonderheiten und heutigen Sehenswürdigkeiten. Der Abschnitt der Gemeinde Schlangen beginnt mit den Sätzen: „Schlangen… ist wesentlich älter als seine erste urkundliche Erwähnung. Die Anfänge der Besiedlung dürften bis in sächsische Zeit vor 800 zurückreichen.“ Die Ausführungen enden mit dem Hinweis: „Durch die Kommunalreform 1970 vergrößerte sich das Gemeindegebiet etwa um das Dreifache.“ Dazwischen wird eine Fülle geschichtlicher Fakten in Kurzfassung dargestellt. In gleicher Weise fundiert und leicht verständlich breitet Herbert Stöwer die abwechslungsreiche Geschichte der jetzigen Ortsteile Kohlstädt und Oesterholz-Haustenbeck aus. Hinzu kommen Hinweise auf die ehemalige Gemeinde Haustenbeck. Die Auflistung von insgesamt über 40 „Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten“ spricht von einer beachtlichen Vielfalt, die die Geschichte Schlangens aufzuweisen hat.

Meineke Ortsnamen des Kreises LippeBirgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe, 687 Seiten, Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, Seiten 292 bis 294: Kohlstädt / Seiten 375 bis 377: Oesterholz / Seiten 425 bis 429: Schlangen.

Auf dem Gebiet des heutigen Kreises Lippe sind über 400 Siedlungsnamen nachgewiesen worden, die vor 1600 erstmals schriftlich bezeugt sind. Diese Namen, die zum Teil ein sehr hohes Alter haben, werden in diesem 2. Band des Westfälischen Ortsnamenbuches in ausgewählten historischen Belegen und mit einer wissenschaftlichen Deutung präsentiert. Damit ist zugleich ein Grundlagenwerk zu Namenlandschaft Westfalens entstanden, das auch für landes- und ortsgeschichtliche, kulturgeografische und genealogische Forschungen von Interesse ist. Der aus der Zeit zwischen 1015 und 1036 schriftlich überlieferte Ortsname Lanchel ist ein Zeugnis, „das nach seinem Kontext relativ sicher mit dem Raum Schlangen verbunden werden kann“. Die Autorin Birgit Meineke weist auch auf eine frühere Bezeichnung hin. Das Lengi der „Corveyer Traditionen“ aus der Zeit zwischen 826 und 876 kann „in seiner überlieferten sprachlichen Gestalt und seinem Überlieferungskontext auch für Schlangen nicht außer Acht gelassen“ werden – „mit allem Vorbehalt“. Dr. Birgit Meineke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsunternehmen „Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe / Onomastik im europäischen Raum“, das von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen getragen wird.

Namen und KulturlandschaftenBarbara Aehnlich und Eckhard Meineke (Hg.): Namen und Kulturlandschaften / Reihe: Onomastica Lipsiensia, 402 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Leipziger Universitätsverlag GmbH 2015, ISBN 978-3-86583-972-5, Seiten 203 bis 258: Birgit Meineke: Zwischen Denkerwiesen, Schlaförtchen und Großen Gemeinheiten / Zu Flurnamen der Gemeinde Schlangen, Kreis Lippe.

Als Ergänzung der drei Bände „Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt,
Oesterholz und Haustenbeck“ (Band 3 in Vorbereitung) wird das Buch „Flurnamen der Gemeinde Schlangen“ erscheinen (Autorin: Dr. Birgit Meineke, Herausgeber: Heinz Wiemann). Näheres zu der Veröffentlichung ist in diesem Internet-Magazin unter der Überschrift „Flurnamen der Gemeinde Schlangen – Neue Publikation zur Schlänger Ortsgeschichte“ zu erfahren.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Namenforschung/GfN fand an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena am 1. und 2. Oktober 2014 ein Symposion statt, das sich der Namen- und Kulturlandschaftsforschung widmete. Die Druckfassung fast aller Vorträge ist jetzt in dem Band „Namen und Kulturlandschaften“ veröffentlicht worden. Das Buch bietet einen guten Überblick über derzeitige Arbeiten an Flurnamen im deutschsprachigen Raum. Die von der Sprachhistorikerin Dr. Birgit Meineke erarbeitete Studie über Schlänger Flurnamen vermittelt einen wissenschaftlich hervorragend fundierten Einblick in den Inhalt des umfangreichen Ergänzungsbandes, in dessen Mittelpunkt über 500 Flurnamen der Gemeinde Schlangen stehen werden.

Schon die originelle Überschrift „Zwischen Denkerwiesen, Schlaförtchen und Großen Gemeinheiten“ weckt die Neugier, während Zwischentitel – wie „Rodung und Holzwirtschaft“, „Flächenbezeichnungen für Acker- und Gartenland“, „Gemeinde- und Niemandsland“, „Gewerbe“, „Jagd“ – u. a. auf eine bemerkenswerte Vielfalt hinweisen. Die zahlreichen Fotos von Annette Fischer beziehen ihre Attraktivität zu einem hohen Anteil aus der gezielten Nutzung des Lichtes in der Landschaft.

Schlangen mit seiner Umgebung kann sich auch überregional sehen lassen.

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